Evangelische Kirchengemeinde Emmingen-Pfrondorf (bei Nagold)

KREUZWEG......... -im Rückblick

Mit Jesus unterwegs auf seinem Weg- Emminger Kreuzweg zu Ende gegangen

 Menschen aus allen Generationen haben sich in vergangenen Wochen einladen lassen, quer durch Emmingen den Wegstationen Jesu nachzugehen:

„Der Weg Jesu- für uns und mit uns ein Weg seiner Nähe- ein Weg der neuen Hoffnung“,

wie Pfarrer Andreas Borchardt die Gesamtbotschaft des Kreuzwegs zusammenfasst:

„Sein Weg- vom letzten Abendmahl über die Stunden im Garten Getsemane, die Verleugnung durch Petrus, die Verurteilung durch Pilatus- bis hin zur Kreuzigung- und dann zu seiner Auferstehung im hellen Licht des Ostermorgens!“

An sechs Stationen gab es beim Emminger Kreuzweg auf ganz verschiedene Weise etwas zu sehen, zu erleben, zu verstehen, zu spüren und zu erfahren- bei einem Nachgespräch der Verantwortlichen vor wenigen Tagen wurde diese gegenseitig bereichernde Vielfalt besonders hervorgehoben. Einen kleinen Eindruck davon sollen die hier beigefügten Fotos geben.

Fünf Einrichtungen aus Emmingen hatten sich „gemeinschaftlich-ökumenisch“ zusammen getan- und diesen Kreuzweg miteinander vorbereitet: Der CVJM Emmingen-Pfrondorf, die Volksmission Emmingen, die Wiestalschule, der Emminger Kindergarten sowie die Evangelische Kirchengemeinde Emmingen-Pfrondorf.

Die Gesamtleitung lag in den Händen von Marion Sailer-Spies, Kirchengemeinderätin und Diakonin, sie hatte auch den Anfangsimpuls für dieses gemeinsame Projekt gegeben.

Die erste Station des Weges war im Foyer der Wiestalschule aufgebaut,

unter Federführung von Kathrin Röhm und Religionslehrerin Florentine Aldinger entstand dort der Abendmahlstisch- als Symbol und Darstellung des letzten Mahl Jesu mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod. Die Lehrkräfte im Kunst-Bereich der Schule haben ganz kurzfristig und sehr engagiert alle Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung des Tischs mit einbezogen.

 

Alle Schulklassen sind dann im Rahmen des Religionsunterrichts den gesamten Kreuzweg dann auch gelaufen- die Kinder waren mit großem Elan bei der Sache, Florentine Aldinger hatte speziell für die Schülerinnen und Schüler ein begleitendes Kreuzwegs-Quiz erstellt.

 

 

Der Emminger Kindergarten wiederum (im Untergeschoß des Schulgebäudes zu Hause) hatte sich dieses Jahr für alle Altersklassen die biblische Ostergeschichte als thematischen Schwerpunkt für diese Zeit im Frühjahr gewählt- und in diesem Rahmen eine Ausstellung im Garten gestaltet zur Station „Jesus im Garten Getsemane“.

Hierzu haben die Kinder mitgewirkt mit Bildern von Olivenbäumen u.a. sowie mit Texten:

Ausgehängt wurden Äußerungen der Kinder aus den Gesprächen im Kindergarten:

 

 

 

Mit den Kindern wurden dann ebenso die anderen Stationen des Kreuzwegs besucht.

Wie Eltern berichten, ist bei den Kindern viel von dieser intensiven Arbeit mit den biblischen Inhalten viel hängengeblieben- und manches in die Familien heimgetragen und berichtet.

 

 

 

 

 

 

Nicht weit vom Schulgebäude entfernt, am Haus Braitling in der Wiestalstraße, stand bei der dritten Station des Kreuzwegs die Verleugnung des Petrus im Mittelpunkt:

Eine symbolische Feuerschale- und eine einladende Sitzbank dabei, auch vom Auto aus blieben manche Blicke interessiert daran hängen. Persönliche Rückmeldung eines Gemeindeglieds dazu: „Ich war berührt von der Station und wurde nachdenklich, wie ich an Petrus Stelle gehandelt hätte. Es ist menschlich ja schon verständlich, was Petrus gemacht hat. Und später hat er so eine wichtige Rolle in der Kirche gespielt.“

 

 

Mitarbeiterinnen der kirchlichen Frauenarbeit aus verschiedenen Generationen hatten in guter, gegenseitig bereichernder Zusammenarbeit diese Station erstellt:

Sigrid Braitling, Traude Rehring und Sandra Gauß mit Team.

 

 

 

Station 4 zur Verurteilung Jesu war dann am Haus Braun an der Steige- für den CVJM hatten Susanne Braun, Matthias Müller, Marc Spies die Gestaltung übernommen:

Sehr berührend wurde die Gerichtsszene, wo Jesus vor Pilatus steht, in einem Fenster dargestellt, mit Egli-Figuren dargestellt. Bereitgelegte Lesetexte mit der biblischen Geschichte wie auch mit Gedanken zur Übertragung auf heute luden zum Lesen und persönlichen Nachdenken ein, dazu konnte auch auf bereitstehenden Stühlen Platz genommen werden.

Wie die Nachbarn berichteten, war auch tagsüber reger Betrieb an der Station- bis hin zu einem türkischen Ehepaar, dass sich sehr interessiert alles angeschaut hat.

Die zentrale Lage des gesamten Kreuzwegs im Ortszentrum hat dabei die Wahrnehmung des Kreuzwegs begünstigt- und es auch älteren Menschen mit dem Rollator zu kommen ermöglicht.

Station 5 zur Kreuzigung Jesu war als einzige Station nicht direkt an einem Haus, sondern auf der Rangerwiese der Volkmission aufgebaut. Angelika und Siegfried Dengler hatten das Kreuz gestaltet, Michael Zeh es dann aufgebaut und Joel Rein eine Zettel-Aktion vorbereitet, bei der die Besucher eigene Schuld und eigene Lasten auf einen Zettel schreiben- und ans Kreuz nageln konnten. Ebenso konnte ein von der vorherigen Station mitgebrachte Stein am Kreuz abgelegt werden, als Bild dafür, dass Jesus die Schuld wegnimmt.

Nach einigen Tagen hing das Kreuz voller Zettel, die Nagelaktion wurde insbesondere auch von Kindern und Jugendlichen gut angenommen. Von Erwachsenen wiederum kam die Rückmeldung, auf der Rangerwiese sei einfach „ein ruhiges Plätzle, das zum Nachdenken am Kreuz einlädt.“

Der Kreuzweg- wird zum Hoffnungsweg, wenn vom Karfreitag her dann auch Ostern in den Blick kommt:

Im Evangelischen Gemeindehaus waren zwei biblische Ostergeschichten dargestellt,zum einen die Begegnung der Frauen am Ostermorgen mit dem Engel am offenen, leeren Grab und dann mit dem Auferstandenen:

 

 

 

 

 

 

 

Zum anderen der gemeinsame Weg des auferstandenen Jesus mit den beiden Emmaus-Jüngern am Abend des Ostertags.

Karin und Andreas Borchardt hatten ihre frühere Gemeinde-Mitarbeiterin Barbara Gaußer aus VS-Schwenningen gewinnen können, mit ihren Egli-Figuren und vielerlei Gestaltungsmaterialien die Geschichten auf sehr eindrückliche und professionelle Weise darzustellen. 

Auch diese Station wurde gut frequentiert- und trotz der direkten Lage an der Hauptstraße ist im Blick auf die ausliegenden Materialien auch nichts „unerwünschtes“ passiert.

Für Kinder lag zum Mitnehmen ein biblisches „Oster-Wimmelbild“ bereit, für die Erwachsene eine österliche Hoffnungskarte mit verschiedenen Texten.

 

 

In einem Hoffnungs-Briefkasten konnten persönliche Oster-Hoffnungen für das Jahr 2021 eingeworfen werden, wohl am meisten wünschten und hoffen sich alle ein Ende der Corona-Zeit in den nächsten Monaten.

Alle Beteiligten sind dankbar, dass diese besondere Aktion mitten in dieser Zeit der vielen Einschränkungen möglich war- und so großen Zuspruch in der örtlichen Öffentlichkeit gefunden hat.

...und so sah der Emminger "Stadtplan" für unseren Kreuzweg 2021 aus:

 

Mit Jesus unterwegs auf seinem Weg – herzliche Einladung zum Emminger Kreuzweg

von Donnerstag, 25. März, bis Sonntag, 11. April 2021

Kinder vom Kindergarten Emmingen, Schüler/innen der Wiestalschule Emmingen und hoffentlich noch viele andere Menschen aus Emmingen und Pfrondorf machen sich in dieser Zeit auf, um mit Jesus seinen Weg nachzugehen. Sie begleiten Jesus auf seinem letzten Wegabschnitt vom letzten Abendmahl mit seinen Freunden bis hin zu seiner Auferstehung an Ostern. Und jeder kann dabei für sich überlegen, was diese Geschichten von Jesus auch noch heute mit ihm selbst zu tun haben.

6 Stationen umfasst der Emminger Kreuzweg und führt von der Grundschule zum Kindergarten, über die Wiestalstraße zur Steige, dann zur Rangerwiese gegenüber dem Pfarrhaus bis hin zum Evangelischen Gemeindehaus. Mit dem hier abgedruckten Plan können Sie sich selbständig aufmachen, wann es Ihnen in diesem Zeitraum reinpasst und auch wie viele Stationen Sie gerne am Stück laufen möchten.

Wir danken ganz herzlich allen Emminger Beteiligten und Institutionen, die an diesem Gemeinschaftsprojekt sehr engagiert mitmachen:

Wir danken ganz herzlich allen Beteiligten, die an diesem Gemeinschaftsprojekt sehr engagiert mitmachen:

-        Kindergarten Emmingen: Diana Donnerstag, Andrea Killinger, mit Unterstützung der Kindergartenleitung Sylke Beck und dem gesamten Team

-        Wiestalschule Emmingen: Florentine Aldinger (CVJM Nagold, Religionslehrerin) in Kooperation mit Kathrin Röhm (Gebetsgruppe „Moms in Prayer“, die für die Emmiger Schule und Kindergarten betet) und dem Lehrerkollegium mit Unterstützung der Schulleitung Jochen Morlock

-        Volksmission Emmingen: Michael Zeh, Joel Rein mit Unterstützung der Leitung Siegfried Dengler

-        CVJM Emmingen-Pfrondorf: Susanne Braun, Matthias Müller, Marc Spies mit Unterstützung des gesamten Vorstands

-        Frauenarbeit  der Kirchengemeinde Emmingen-Pfrondorf: Sigrid Braitling, Traude Rehring, Sandra Gauß mit Team

-        Kirchengemeinde Emmingen-Pfrondorf: Pfarrer Andreas Borchardt mit Ehefrau Karin und freundlicher Unterstützung einer früheren Mitarbeiterin aus VS-Schwenningen mit Unterstützung des gesamten Kirchengemeinderats

Wir wünschen Ihnen allen einen inspirierenden Kreuzweg, der Ihnen Jesus und sein Leben näherbringt und der Sie berührt, tröstet und neue Hoffnung in Ihr Leben bringt!